Legacy #88

Legacy 881MEMORAIN aus Griechenland greifen relativ viele Elemente aus dem groovigeren Thrash Metal auf, um sie mit einem ziemlich warmen Heavy Rock-Backing zu konfrontieren. Irgendwo in der Schnittmenge von Megadeth, Firewind und W.A.S.P. treffen sich die Einflüsse und kulminieren zu einer durchaus gefälligen, wenn auch nicht immer sonderlich spannend arrangierten Mischung unterschiedlicher Stile. Positiv herauszuheben ist das straighte Vorgehen in allen elf Nummern von “Seven Sacrifices”; die Griechen kommen auf den Punkt, arbeiten derweil mit einem angenehmen, nicht zu aufdringlichen, melodiösen Unterbau und konzentrieren sich vornehmlich auf ein dynamisch formuliertes, zielstrebiges Uptempo. Weniger gelungen ist derweil die gesangliche Performance, der es an Durchsetzungsvermögen und Entschlossenheit mangelt. Frontmann Andreas Boutos agiert souverän in den üblichen Tonlagen, hat aber bei der Variation in höhere Regionen seine Schwierigkeiten - und darunter leiden vor allem die richtig flotten Songs auf “Seven Sacrifices”. Entscheidend ist aber letztendlich das Songwriting, und hier haben MEMORAIN ausreichend positive Verstärker in der Hinterhand, die über so manche Schwäche hinwegtrösten. Man muss sich jedoch vor Augen führen, dass die aktuelle Scheibe nicht reichen wird, um die internationale Konkurrenz zu beeindrucken. Solider Durchschnitt ist aber mehr als unteres Mittelmaß!

9 Punkte
Björn Backes (Legacy #88)

 

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